Schulprogramm des Lernzentrums Halle-Neustadt
1. Leitbild unserer Schule
Unsere Schule ist ein Ort, an dem alle Kinder – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder individuellen Lernvoraussetzungen – gleiche Chancen auf Bildung und Entwicklung erhalten. Wir fördern gezielt Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen, insbesondere aus sozial benachteiligten Familien und mit Migrationshintergrund.
Wir begegnen allen mit Respekt und Wertschätzung und sehen Vielfalt als Bereicherung. Durch gezielte individuelle Förderung, Sprachförderung und soziale Unterstützung bauen wir Lernbarrieren ab und ermöglichen jedem Kind Erfolgserlebnisse.
Gemeinsam mit Eltern und Partnern schaffen wir eine starke Gemeinschaft, in der sich alle sicher und angenommen fühlen. Unser Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Bildungs- und Lebenschancen zu eröffnen.
Unsere Schule fördert nicht nur die geistige und soziale Entwicklung, sondern auch die körperliche Gesundheit der Schülerinnen und Schüler. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein für gesunde Ernährung entwickeln und dieses Wissen in ihrem Alltag anwenden können.
Wir fördern die motorische Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler, da Bewegung eine wichtige Grundlage für körperliche und geistige Gesundheit ist. Durch gezielte Angebote stärken wir die Koordination, Ausdauer und Bewegungsfreude der Kinder und Jugendlichen
Dafür setzen wir uns mit Engagement, Fachkompetenz und Herz ein.
2. Pädagogische Grundsätze
Wertschätzung und Respekt:
Wir begegnen allen Mitgliedern unserer Schulgemeinschaft mit Offenheit, Toleranz und Respekt. Unterschiedliche Kulturen, Sprachen und Lebenswege sehen wir als Bereicherung und Chance.
Individuelle Förderung:
Wir erkennen die Stärken und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und fördern gezielt und differenziert. Unser Ziel ist es, Lernbarrieren abzubauen und jedem Kind Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
Chancengleichheit:
Wir setzen uns aktiv dafür ein, Benachteiligungen auszugleichen und allen Schülerinnen und Schülern gleiche Bildungs- und Lebenschancen zu eröffnen. Dazu bieten wir gezielte Förderangebote in den Basiskompetenzen, Sprachförderung und Unterstützung im sozialen sowie im motorischen Bereich.
Starke Gemeinschaft:
Wir schaffen ein vertrauensvolles, unterstützendes Miteinander, in dem sich alle sicher und angenommen fühlen. Erziehungsberechtigte sind wichtige Partner in der Bildungs- und Erziehungsarbeit.
Lebensweltorientierung:
Unser Unterricht und unsere Angebote knüpfen an die reale und mediale Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendliche an und bereiten sie auf ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft vor.
Gesundheitsförderung: Wir vermitteln den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung einer gesunden Ernährung und fördern eine bewusste Lebensweise.
Bewegungsförderung: Wir schaffen vielfältige Bewegungsangebote, die den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Bewegung wird als fester Bestandteil des Schulalltags etabliert, um die motorischen Fähigkeiten kontinuierlich zu fördern.
Vielfalt als Chance:
Wir fördern interkulturelles Lernen und stärken die sozialen Kompetenzen aller Schülerinnen und Schüler. Vielfalt sehen wir als Chance für gemeinsames Lernen und Wachsen.
Verantwortung und Teilhabe:
Wir ermutigen unsere Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und aktiv am Schulleben mitzuwirken.
3. Unterricht und Förderung
Klassenstufen 1–10: In allen Jahrgängen wird nach dem schulintern erstellten Lehrplan für den Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet. Dieser Lehrplan orientiert sich am Lehrplan der Regelschulen. Ziel ist das Erreichen eines Förderschulabschlusses nach Klasse 9 oder des Hauptschulabschlusses 9 nach dem Besuch der 10. Klasse.
Differenzierung und Kleingruppenarbeit: Lernangebote sind individuell und praxisnah gestaltet. Kleine Lerngruppen ermöglichen eine intensive und bedarfsorientierte Förderung.
Individuelle Förderpläne: Für jede Schülerin und jeden Schüler wird ein Förderplan erstellt, der gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und den Erziehungsberechtigten besprochen und regelmäßig fortgeschrieben wird.
Diagnostik und Leistungsrückmeldung: Lernstandserhebungen und pädagogische Diagnostik bilden die Grundlage für eine gezielte Förderung.
4. Schwerpunktbereiche der Förderung
Basiskompetenzen stärken: Besonderes Augenmerk liegt auf dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten in Deutsch, Mathematik und Englisch. Als Startchancenschule setzen wir uns für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit ein.
Sprachhandlungskompetenzen entwickeln: Sprachhandlungskompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für den schulischen, beruflichen und persönlichen Erfolg. Sie bildet die Grundlage für Kommunikation, Lernen, gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
Soziales Lernen: Durch gezielte Förderung sozialer Kompetenzen lernen Schülerinnen und Schüler, respektvoll miteinander umzugehen, Konflikte konstruktiv zu lösen und sich in die Gemeinschaft einzubringen. Ein positives soziales Klima in der Schule stärkt das Selbstwertgefühl, die Teamfähigkeit und die Motivation der Lernenden. Darüber hinaus werden wichtige Grundlagen für das spätere Leben in einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft gelegt. Soziales Lernen trägt somit nicht
nur zum schulischen Erfolg bei, sondern auch zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Prävention von Ausgrenzung und Mobbing.
Berufliche Orientierung: Berufliche Orientierung ist ein zentraler Bestandteil schulischer Bildung, weil sie den Jugendlichen hilft ihre eigenen Interessen, Stärken und Fähigkeiten – unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund – zu erkennen. Sie können so fundierte Entscheidungen für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg treffen.
Medienkompetenz: Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Medien sicher, kritisch und kreativ zu nutzen. Dazu gehören der verantwortungsvolle Umgang mit Informationen, der Schutz der Privatsphäre und die Nutzung digitaler Werkzeuge. Medienkompetenz stärkt ihre schulische, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe.
Förderung der Selbstständigkeit: Selbständigkeit bedeutet, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Wer selbständig arbeitet, lernt, Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen. Durch die Förderung der Selbständigkeit werden Kinder und Jugendliche dazu befähigt, zu verantwortungsvollen, selbstbewussten und handlungsfähigen Persönlichkeiten heranzuwachsen, die ihr Leben aktiv und erfolgreich gestalten können. Selbständigkeit stärkt zudem die Fähigkeit, Probleme zu erkennen, eigenständig Lösungen zu entwickeln und diese konsequent umzusetzen. So werden wichtige Kompetenzen für Schule, Beruf und das alltägliche Leben erworben.
5. Elternarbeit
Transparente Kommunikation: Uns ist es wichtig, dass die Eltern während des gesamten Schuljahres transparent und regelmäßig über die individuelle Entwicklung ihres Kindes informiert werden und aktiv an diesem Prozess mitwirken können. So schaffen wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und fördern gemeinsam die bestmögliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Verlässliche Zusammenarbeit: Wir verstehen Eltern als Bildungspartner und beziehen sie aktiv in schulische Prozesse ein. Durch einen regelmäßigen, offenen Austausch und transparente Kommunikation schaffen wir eine enge Kooperation zum Wohl der Schülerinnen und Schüler.
Beratung: Eltern stehen oft vor Herausforderungen in der Erziehung und beim schulischen Werdegang ihrer Kinder. Beratung hilft, Unsicherheiten zu klären und passende Lösungen zu finden. Durch Beratung erhalten Eltern wichtige Informationen und Anregungen, wie sie ihr Kind bestmöglich fördern und unterstützen können.
6. Übergänge gestalten
Aufnahme neuer Schüler: Die Integration neuer Schülerinnen und Schüler erfolgt mit besonderer Sensibilität. Eine persönliche Eingangsdiagnostik ermöglicht eine gezielte und bedarfsgerechte Förderung.
Berufseinstieg: Für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen ist die gezielte Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf besonders wichtig. Sie brauchen mehr Unterstützung, um ihre Stärken zu erkennen, Ängste abzubauen und wichtige Kompetenzen für das Berufsleben zu entwickeln. So werden
Benachteiligungen verringert und die Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben erhöht.
7. Schulkultur
Gemeinschaft fördern: Unsere Schule ist ein Ort, an dem Gemeinschaft gefördert wird, weil wir überzeugt sind, dass wir gemeinsam mehr erreichen können. In einer starken Gemeinschaft unterstützen wir uns gegenseitig, lernen voneinander und übernehmen Verantwortung füreinander. Das schafft Vertrauen, Zusammenhalt und ein Gefühl der Zugehörigkeit. So entsteht ein Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen, sich entfalten und gemeinsam Herausforderungen meistern können. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass sich jeder an unserer Schule respektiert, akzeptiert und sicher fühlt.
Mitbestimmung ermöglichen: Mitbestimmung fördert das Engagement, die Motivation und das Selbstbewusstsein aller Beteiligten. Außerdem lernen Schülerinnen und Schüler so, wie Demokratie funktioniert, wie man Kompromisse findet und gemeinsam Lösungen entwickelt. Das bereitet sie auf das Leben in unserer Gesellschaft vor und stärkt das Gemeinschaftsgefühl an unserer Schule.
Respekt und Wertschätzung: Wenn wir einander respektieren und wertschätzen, fühlen sich alle sicher, akzeptiert und ernst genommen. Das schafft eine positive Lernatmosphäre, in der sich jeder entfalten und seine Meinung äußern kann.
8. Qualitätsentwicklung
Pädagogische Weiterentwicklung: Pädagogische Weiterentwicklung ist wichtig, damit Unterricht und Schule sich an neue Anforderungen und die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler anpassen können. So bleibt Lernen interessant und bereitet alle gut auf die Zukunft vor.
Evaluation und Schulentwicklung: Die Evaluation der Schulentwicklung ist wichtig, damit wir überprüfen können, ob unsere Ziele erreicht werden und was wir noch verbessern können. So stellen wir sicher, dass unsere Schule sich ständig weiterentwickelt und die Qualität des Lernens hoch bleibt.
Schulprogramm als Prozess: Das Schulprogramm wird regelmäßig überprüft und angepasst, um aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen zu berücksichtigen.



